Nida, Nr.2

Collagenreihe und Rauminstallation
2015

Ein Netz aus Anekdoten, gesammelt in Nida (Litauen) während einer zweimonatigen Residenz des Goethe-Instituts. Die Ergebnisse meiner Vorrecherche lesen sich wie ein Symbol des Vergehens und Werdens: Der Sand, der alles verweht; das Auslöschen und die Vertreibung der Bevölkerung durch die Pest, die Nazis, die Sowjets; die militärische Abriegelung; das Volk der Kuren, die schnell zur See waren; Thomas Mann, der dort saß, mit Blick auf das Meer und einer Neubearbeitung einer biblischen Geschichte; die Dichterin Agnes Miegel, die in starken und poetischen Worten ihre Heimat und die Zerstörung durch die Pest beschreibt. 
Meine Arbeiten verbinden die vielschichtige „offizielle“ Geschichte der Region, mit persönlichen Alltagsgeschichten, die mir von Einwohnern und Touristen erzählt wurden. Eine Arbeit über den Rahmen des Erinnern und Vergessens. In der Installation bin ich zu den erzählerischen Wurzeln meiner alten Arbeitsweise zurückgekehrt. Innerhalb der rahmenden Bildlichkeit der Collagen findet sich photographisches Material kombiniert mit intuitiv geschriebenem Text. Dokumentarische Videoaufnahmen und Objekte ergänzen den Raum. 


Jonah in, Jonah out


Jonah in, Jonah out (Detail)


Wolf Confusion


Wolf Confusion (Detail)

<< Previous    Next >>